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Frage von Ambrosia: Warum werden die unfassbar vielen und schweren Verkehrsunfälle unter den Tisch gekehrt?
Immer geht es, wenn überhaupt eine Meldung in die Presse kommt, um Fehler wie Alkoholkonsum, ominöses “von der Straße abkommen”, merkwürdige “Fahrfehler”, Nicht-Angeschnalltsein etc.
Aber eigentlich werden die Unfälle als tragische Einzelschicksale durch Unvermögen eines Beteiligten, Unvermögen einer Gemeinde bezüglich Verkehrsplanung etc. abgehandelt.
Fällt niemandem auf, dass mit dem Konstrukt Autoverkehr etwas ganz gewaltig grundsätzliches nicht stimmt?
Wie kann es angehen, dass die weltweit häufigste Todesursache für junge Menschen als ganz normaler Bestandteil des täglichen Lebens betrachtet wird?
Warum wird nicht vielmehr das Risiko/Nutzen-Verhältnis einer Autofahrt abgewogen, warum unternimmt der Staat nichts (außer lächerlichen Anti-Raserkampagnen), wieso wird nach Unfällen zwanghaft eine Ursache (die dann als techn. reziprok menschl. “Defekt” die Ausnahmesituation erklären muss) gesucht, anstatt anzuerkennen, das das ganze System Straßenverkehr nicht funktionen kann?
Ach ja, um es nochmal klarzustellen: Ich besitze KEIN Auto, habe nie eines besessen und werde mir in absehbarer Zeit auch keines anschaffen.
Beste Antwort:
Answer by Rotbuche
Ich empfinde das ganz genauso wie Du. Der Straßenverkehr ist der ganz normale Wahnsinn.
Mich tröstet immer nur folgendes: Ich denke mir, dass man vielleicht Menschen “züchten” will, die im Straßenverkehr überleben können. Von Natur aus sind wir für solche Geschwindigkeiten eigentlich nicht gemacht.
Was mich ärgert, ist, dass man von den anderen Autofahrern quasi gezwungen wird, genauso schnell zu fahren. Wenn man es nicht tut, wird man angehupt und angeblinkt, bis man ganz narrisch wird. Darum fahre ich immer mit dem Zug, wenn es geht. Nur zum Einkaufen muss ich mit dem Auto fahren. Das ist Gottseidank nicht weit.
Um auf Deine Frage noch einmal einzugehen: Du hast ganz recht: Das System Straßenverkehr kann nicht funktionieren. Es ist zu gefährlich.
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